Hinweis

Auch wenn die meisten Menschen esoterische und paranormale Themen für harmlos halten, möchte ich doch darauf hinweisen, dass sie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, sowie für Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung, schweren psychischen Leiden, oder Bewusstseinsstörungen, nicht geeignet sind. Wer meinen Blog liest, tut dies auf eigene Verantwortung, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfehle ich vom Lesen einzelner Artikeln dieses Blogs Abstand zu nehmen, obwohl (rein rechtlich gesehen) keine jugendgefährdenden Inhalte auf meiner Seite zu finden sind. Meiner Meinung nach können aber esoterische und paranormale Themen, sowie Verschwörungstheorien bei Kindern und Jugendlichen zu Ängsten führen und in Folge dessen zu irrationalem Verhalten. Die Erziehungsberechtigten sollten in jedem einzelnen Fall darüber entscheiden, ob ihre Kinder die nötige Reife besitzen.

Mittwoch, 30. August 2017

Wie Mythen enstehen. Das Agnesbrünnl

Das Agnes Brünnl, also der Agnes Brunnen, ist ein Ort, an dem direkt aus dem Felsen Wasser sprudelt. Zahlreiche Mythen ranken sich um ihn.Benannt ist er nach einer Fee, die angeblich Agnes hieß. Agnes ist in Wahrheit eine verniedlichte, bzw. verharmloste, vorchristliche Ur-Mutter-Göttin mit all ihrer geballten Energie und Potenz. Feen sind eigentlich immer alte Göttinnen, die aufgrund der Christianisierung ihren Status verloren haben. Die Existenz anderer Götter und Göttinnen wurde ja kurzerhand von der Kirche aus Konkurrenzgründen verboten. Doch sie sind zäh und lassen sich nicht so einfach vertreiben. Die Menschen lieben und verehren sie weiterhin, wenn auch heimlich unter anderen Namen. Ihr Andenken wird oft hoch gehalten, indem man ihre alte Geschichte in neuere Kostüme verpackt und in wahre, wenn auch halb vergessene, legendenhafte Geschichten einbaut. So entstehen neue Mythen.




Schon der Name Agnes sagt sehr viel über die angebliche Fee aus. Er bedeutet: rein, geweiht, herrlich. Erst seit dem 11. Jahrhundert war er in Deutschland verbreitet, blieb aber eher selten. Fast nur Adelige trugen ihn. Erst im 19. Jhd. wurde er modern.

Es gibt eine heilige Agnes von Rom. Ihre Geschichte ist eindeutig eine Legende, weil sie so wie sie geschildert wird, unmöglich ist. Aber sie hat auch einen wahren Kern. Agnes, so die Mythe, verweigerte die Heirat, weil sie sich dem religiösen Leben verschrieben hatte. Sie sollte deswegen hingerichtet werden. Weil sie noch Jungfrau war, sollte sie vergewaltigt werden, denn es war verboten, eine Jungfrau hinzurichten. Doch das böse Vorhaben klappte nicht, weil plötzlich ihr Körper mit Haaren bedeckt war. Zudem wurde der Vergewaltiger von einem Dämon befallen. Sie rettete ihn aber und wurde dann als vermeintliche Hexe, wie ein Schaf geschlachtet. Sie gilt als Märtyrerin und wird von der katholischen Kirche, als solche auch verehrt.

Offensichtlich ist der Name bereits Symbol, also schon mythische Aufbereitung. Die Geschichte selbst stammt jedoch zum Teil aus dem realen Leben. 

Kaiser Tiberius ließ unzählige, unschuldige Menschen hinrichten. Etwa weil sie zu reich waren, oder weil etwa ein Dichter angeblich schlechte Verse gemacht hatte. Ein Mann versuchte seine Tochter vor ihm zu verbergen, um sie zu schützen und wurde deshalb wegen Blutschande angeklagt. Die Tochter wurde vom Henker vergewaltigt, weil sie noch Jungfrau war. Der Mann war also unschuldig und wieso das Opfer hingerichtet werden sollte, ist auch unklar. Das Mädchen war also in jeder Hinsicht rein, hieß aber sicher nicht Agnes. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass ihre dramatische Geschichte Teil der Märtyrer Geschichte ist. Die Chrsiten brauchten zu Propagandazwecken Märtyrer.


Hinter der armen bürgerlichen Agnes, einem 14jährigen Mädchen aus Rom, steht genauso wie in unserer Feen-Geschichte, die große alte Muttergöttin. Die Kirche verehrt nicht das reale Mädchen, sondern die alte Göttin.

Agnes von Rom wurde mit einem Schaf dargestellt. Hier beginnt der mythische, heidnische Teil der christlichen Geschichte, der sich heimlich eingeschlichen hat. Das Schaf ist nämlich sowohl der keltischen Göttin und Lichtbringerin Brigid, als auch der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostara geweiht. Ein direkter Hinweis darauf, dass diese Agnes in Wahrheit eine Göttin ist. Dafür spricht auch die ihr zugeschriebene Macht. Ein Dämon fährt in den Vergewaltiger bedeutet, sie hat die Macht, über Dämonen zu herrschen. Dann aber "betet" sie ihn wieder gesund, was natürlich erst recht ihre Macht zeigt. Sogar das Feuer, in welches man sie werfen will, weicht vor ihr zurück. 
Hier findet man wieder eine andere, heidnische Geschichte in dem Mythos. Nämlich die der Göttin Hera, welche den Dionysos mit Wahnsinn geschlagen hat. Dieser Dionysos wurde vor allem von Frauen verehrt. Die Mänaden, seine Verehrerinnen, trugen die Felle wilder Tiere, weil er als Herr der wilden Tiere galt. Hera ist sozusagen die "ewige Jungfrau", weil sie beim Bad im Imbrasos ihre Jungfräulichkeit erneuert. Das erklärt wohl, warum Maria als Jungfrau bezeichnet wird. Auch sie symbolisiert Hera, welche außerdem eine der zwölf olympischen Götter ist, was auch diese Zahl für die Christen so bedeutsam macht.

Kein Wunder also, dass unsere Fee Agnes im Wald lebt, auch im Berg, wie Göttinnen das eben so tun und sich einen Jäger anlacht, von dem sie sich schwängern lässt. In den Bergen gibt es Höhlen und Grotten. In diesen Grotten, dem Bauch der Göttin, wurden schon seit vielen Jahrtausenden Göttinnen verehrt. Ihre Namen mögen längst vergessen sein, doch Name ist Schall und Rauch. Auch die baskische Göttin Mari lebt in einem Berg, in einer Grotte. http://www.artedea.net/mari-%E2%80%93-baskische-mutterg%C3%B6ttin/ Diese verlässt sie alle sieben Jahre. Einer ihrer Wohnorte ist Lourdes und - wenig überraschend - sieht sie genauso aus, wie die Kinder in ihrer Vision sie gesehen haben. Mari und Maria - kein großer Unterschied. Alle Menschen mit europäischen Vorfahren sind (auch Basken). Deshalb leben in uns allen, Reste alter Vorstellungen weiter. Ob unsere Fee Agnes nun baskisch, germanisch, griechisch oder keltisch ist, spielt keine so große Rolle. Selbst die christliche "Mutter" - Gottes Maria besteht aus verschiedenen Elementen und ist doch nur eines: die große Mutter, die alles gebärende Göttin.

Zum Agnesbrünnl gibt es verschiedene Geschichten. Eine davon wurde 1941 veröffentlicht. http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&aid=wnn&datum=19411003&seite=03
Eine Geschichte findet man diekt beim Agnes Brunnen und eine habe ich auf kelten.at gefunden, einer nicht mehr exisistierenden Webseite. 

Das Agnesbrünnl entsprang einem Baum wurde gesagt. Das weist auf die Kelten hin, deren Heiligtümer Baum, Quelle und Stein waren. Die Quelle kommt tatsächlich direkt aus dem Felsen.  Gleich daneben wächst ein Baum. Man hat zwar versucht die Menschen daran zu hindern, an diesen Ort zu pilgern, indem man den damals dort verehrten Baum fällte, doch ohne Erfolg. 


Sievering, so heißt der Ort in der Nähe des Brünnels, habe damals (so lautet eine der Geschichten) noch gar nicht so geheißen. 1156 hieß der Ort bereits Sivring. Also müsste sich diese Geschichte eher davor abgespielt haben. 
Es werden auch feindliche Türken in der Geschichte  erwähnt. Aber die Türkenkriege mit Österreich begannen erst 1526. Die Türken können es also nicht gewesen sein, weil damals der Ort schon sehr lange Sievering hieß. Hier vermischen sich offenbar neue Probleme mit alten Erinnerungen.

Ein schwedischer König sei zu Besuch in Wien gewesen und habe im Wald gejagt. Um 1100 herum kann das sicher nicht passiert sein. Erstens war Wien viel zu weit weg, um mal kurz in der Gegend zu jagen und zweitens verreisten damals die schwedischen Könige sicher nicht um Urlaub zu machen. Der König hieß Karl.

Der erste schwedische König, der Karl hieß, lebte bis 1167. Der könnte zeitmäßig vielleicht sogar passen. Vielleicht gab es alte Geschichten über diesen König, die in Europa kursierten. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sein Vater zum Christentum übertrat. Was vermutlich allgemein Beachtung fand und sich sicher herum sprach. Allerdings gab es einen Anund Jakob „Köhler“ (Kolbränna) * 1000; † 1050. Erwähnt wird ja, dass Agnes mit dem schwedischen König schlief und daraufhin eine Tochter gebar. Diese Tochter wurde einem Köhler gegen Bezahlung übergeben, der sich um das Kind kümmerte. Worüber sich der Erzähler wunderte. Denn wieso gibt eine Fee ihr Kind einfach so weg? Das ist leicht erklärt. Hier haben sich wieder mehrere Geschichten eingeschlichen. Denn: Eine andere Version behauptet, das Kind stamme von der Fee und einem Köhler. Also wieder Köhler. Warum sollte eine Fee sich einen so armen Mann nehmen? Der Köhler ist offenbar eine wichtige Person in dieser Version der Geschichte.
  
Da die Türken es nicht gewesen sein können, auf welche Bezug genommen wurde, könnten die Einfälle der Magyaren, Wikinger und Slawen gemeint sein. Diese Einfälle endeten mit der Schlacht auf dem Lechfeld, im Jahr 955. Das wäre dann eine weitere Geschichte, denn der schwedische König mit Beiname Köhler (man nannte ihn so, weil er Häuser niederbrennen ließ), lebte damals noch nicht. Sein Großvater regierte. Immer wieder tauchten Wikinger in Europa auf, die auf Raubzug aus waren. Nicht in Österreich, dafür in deutschen Städten und in Paris. Ungefähr zwischen 880 und 892. Auch wenn es damals noch keine Zeitungen gab, erfuhren das die Menschen überall. Die Erinnerung blieb vermutlich haften, aber später wussten die Menschen nicht mehr so genau, wer die Städte verwüstet hatte. Immerhin lagen diese Ereignisse mehr als 600 Jahre zurück.

Da sich der schwedische König mit Agnes an einer Quelle vereinigt, nachdem er seinen Harnisch an einen Baum hängte, beides Hinweise auf heidnische Heiligtümer, scheint unsere Agnes eher eine Fruchtbarkeitsgöttin zu sein. Der Akt an sich, eine heilige Hochzeit. Genau an dem Ort wo sich die Geschichte abspielt, dort befindet sich auch der (Am) "Himmel".

Die Geschichte endet dann damit, dass der Karl, der Sohn des Köhlers, die namenlose Tochter von Agnes heiratet, sie betrügt und damit sein Schicksal besiegelt. Der Palast versinkt und er muss ruhelos umherirren, ebenso wie sie. Warum Agnes umher irren muss wird nicht erklärt. Sie hat ja nichts mit der Sache zu tun. Aber was Karl betrifft ist die Sache klar. Zuvor erwähnte ich Hera und Dionysos. Auch der irrt herum. Somit schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei der Märtyrerin Agnes gelandet.

Hier nun die eine Variante der Geschichte, etwas gekürzt:

In Sievering also – das zu der Zeit noch nicht Sievering hieß – soll in dem Hügel, der heute Am Himmel genannt wird, eine Fee in einem unterirdischen Palast gewohnt haben, die den Namen Agnes trug. Genau genommen residierte sie nur im Winter im Berg, während sie es im Sommer vorzog, sich „in hohlen Bäumen” aufzuhalten oder „unter freiem Himmel” zu schlafen. In so einer sinnlich lauen Sommernacht soll sich auch ein König von Schweden zu Gast in Wien befunden haben, „um einer großen Jagd beizuwohnen”.

Nebenbei bemerkt, soll dieser König Karl geheißen haben. Doch Karls oder Carls gab es unter Schwedens Königen derart viele, dass dieser Hinweis allein nicht reicht, die Zeit des auf Wiener Boden folgenden Abenteuers halbwegs einzuschränken. Sei es wie es sei, der König aus dem Norden verfolgt voller Jagdlust ein Wiener Reh, und verirrt sich dabei „bis auf die hochliegende Jägerwiese”, die zum Revier unserer sagenhaften Fee gehört.

Der im Jagdeifer ermüdete König zieht dort endlich seinen Harnisch aus – der die Jagd sicher nicht gerade erleichtert hat – hängt ihn an einen kräftigen alten Baum und legt sich selbst ins Gras, „um die Nacht hier zuzubringen”. Zwar war ihm heute ein scheues Reh entwischt, doch sollte er den Tag mit anderen lustvollen Freuden beschließen können. Als der königliche Herr Karl unter dem Baum nämlich gerade sanft entschlummern wollte, „bemerkte er an seiner Seite eine wunderliebe Frau”, und nicht weit von seinem überraschend gastfreundlichen Liebeslager hörte er „eine Quelle hervorsprudeln”.


Agnes, so hieß die wunderschöne Fee, blieb bei dem königlichen Jäger und schlief mit ihm bei der Quelle am Rande der Jägerwiese. Das hatte natürlich Folgen! Die Quelle soll seit dieser Nacht das „Agnesbründl” heißen, und Agnes selbst „gebar ein Mädchen”. Warum die schöne Schlossbesitzerin das Kind nicht behielt, geht aus der Sage nicht hervor. Dort ist aber die Rede davon, dass sie das kleine Mädchen für zehn Goldstücke pro Woche bei einem Köhler-Paar in Pflege gab. Die hatten wiederum einen Sohn, der wie der Schwedenkönig, der sich schon am Tag danach aus dem Staub gemacht hatte, Karl geheißen haben soll.

Als dem Köhlerspross dann auch noch der Harnisch passte, den der entschwundene (Schwieger-)Vater König nach jener lauen Liebesnacht in üblicher Eile vergessen bzw. hängen gelassen hatte, war es für Agnes klar, dass der jüngere Karl die Tochter des älteren freien sollte. Als Mitgift bekam die Braut „einen Palast bei Sievering” (vielleicht den Am Himmel), während der erwählte Bräutigam sich im Harnisch noch gegen die Türken bewähren sollte, die damals gerade wieder einmal Wien belagerten. 

.........
 
Zurück im Sieveringer Wald leugnete Karli zwar später ganz frech seinen Seitensprung. Doch mit der Untat ward es prompt um ihn und die Schlossherrn-Existenz geschehen. Es „öffnete sich die Erde und mit furchtbarem Getöse sank der Palast in den Abgrund”, und eine Art „Sippenhaftung” trat in Kraft: „Agnes und Karl sind verwunschen, herumzuwandeln bis zum Jüngsten Tag, und zwar er in Schuld und sie in Unschuld”. Seither wird die Jägerwiese beim Agnesbründl täglich zur Bühne. Da erscheint nämlich „ein geharnischter, schwarzer Mann. Um zwölf Uhr mittags und zwölf Uhr nachts steigt er aus einem Baum heraus.”

 

Diese Geschichte erschien auf Kelten.at.

Die Menschen haben vergessen und auch verdrängt, dass Agnes eine Göttin ist. Deshalb suchen sie nach anderen Erklärungen und vor allem nach historisch greifbaren Personen. Schließlich wird auch ein Palast erwähnt, in welchem die Beiden zeitweilig hausen. Das mag auch seine Berechtigung haben, denn unser Märchen besteht ja aus vielen Geschichten. Da passt die folgende auch gut dazu. Da der Name Agnes in erster Linie den Töchtern von Adeligen gegeben wurde, ist es kein Wunder, wenn sich eine adelige Agnes zu irgendeiner Zeit finden lässt.

Zeitmäßig würde die adelige Agnes durchaus in die Geschichte passen, zumindest als Namensgeberin für eine alte Göttin. Ihr Mann, der heilige Leopold, drückt der Sage auf diese Weise einen christlichen Stempel auf, damit die Heiden auf ihre Götter schneller vergessen. Was allgemein üblich war. Im allgemeinen wurde nicht mit Zwang christianisiert. Im Mittelalter wurden Zwangschristianisierungen von kirchlicher Seite oft abgelehnt, da die Ansicht vorherrschend war, dass der mit Gewalt aufgezwungene Glaube, nicht dauerhaft sein könne. So äußerte zur Zeit Karls des Großen etwa Alkuin Kritik am königlichen Vorgehen: Zur Taufe könne ein Mensch getrieben werden, nicht aber zum Glauben. (https://de.wikipedia.org/wiki/Christianisierung) Man arbeitete lieber mit allerhand Tricks und erreichte damit, dass das Heidentum im Schatten der Kirche überleben konnte.

.... Sie diente immer schon als Mittelpunkt der Sagen, die von der bewegten Geschichte dieser Region geprägt waren. Einmal tritt sie in den Geschichten als Waldfee auf, ein anderes Mal ist sie ein einfaches Mädchen. Eigentlicher Kern dieser Sagen ist aber wohl Agnes, die Frau des Gründers von Klosterneuburg, Markgraf Leopold III. Dieser steht, nicht zuletzt auch als Landespatron von Niederösterreich, nach wie vor in großer Popularität, der auch heute noch in Klosterneuburg ihm zu Ehren stattfindende Leopoldikirtag (Landesfeiertag in Niederösterreich, Faßlrutschen) zählt zu den beliebtesten Festen des Landes. Kaum ein Wiener weiß, daß der Wiener Landespatron Clemens Maria Hofbauer ist und nicht, wie allgemein angenommen, Leopold. Über die Markgräfin Agnes weiß man im Volk, abgesehen von der Schleierlegende (die Gründungslegende von Klosterneuburg), kaum etwas, auch wenn ihre historische Bedeutung durchaus belegt und in größerem Umfang bekannt ist.
ht
tp://members.aon.at/godot/Agnesbruendl.html


Warum heißt die Quelle Agnesbrünnl? Der Name ist neueren Datums. Die folgende Geschichte erklärt auch nicht viel, weil ein Marienbild rein gar nichts mit der Geschichte zu tun hat. Denn nicht erst seit man ein Marienbild dort anbrachte, war es ein Wallfahrtsort. Die Christen haben immer versucht, heilige Stätten der Heiden zu ihren eigenen zu machen. Es wird zwar auf https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Agnesbr%C3%BCnnl erklärt, die Fee Agnes sei nicht mit der germanischen Göttin Freya gleichzusetzen, weil eben der Name Agnes Brünnl erst mit der adeligen Agnes aufgekommen sei, aber das ist keine überzeugende Erklärung. Möglicherweise hieß die Quelle davor
Kogelbrünnl, oder Chogelbrünnl. Was aber nicht notwendigerweise bedeutet, dass sie vor der Namensgebung nicht auch schon verehrt wurde. Gerade diese Namensgebung und die spätere noch stärker betonte Christianisierung durch ein Bild der Maria spricht sogar sehr dafür, dass es sich um eine heilige Quelle handelt. Um die einer germanischen, oder einer keltischen Göttin.

Wenn man sich die Sagen um das Agnesbrünnl ansieht, findet man mehrere Elemente, die auf alte Kulte hinweisen. Meistens geht es um diese Burg, die im Berg versunken ist und um Eifersucht. Da kommen dann aber doch andere Dinge dazu. Etwa eine Zauberin, die mit dem Burgfräulein Agnes gemeinsam in der Burg wohnt. Aufgrund von Eifersucht zaubert die Zauberin die Burg in den Berg hinein. Agnes Nicht und Karl werden als Drachen verzaubert und warten auf ihre Erlösung. Oder: Agnes, Karl und die übrigen Schlossbewohner können erlöst werden, wenn sich jemand traut, den Teufel in Gestalt eines Adlers zu beschwören und diesem den Schlüssel aus dem Schnabel nimmt. https://symboleigenschoepfung.files.wordpress.com/2014/01/sageninhalte-nc3b6.pdf  Sobald Drachen und der Teufel im Spiel sind, geht es um Christianisierung. Ein heiliger Leopold wird sich sicher einfallen haben lassen. Bei den Griechen und bei den Germanen war der Adler Symbol für die höchste Gottheit. Odin fliegt in Gestalt eines Adlers. In den Viten der frühmittelalterlichen Glaubensboten personifiziert der Drache das Heidentum, die Sünde, später die Ketzerei. Letzteres passt sogar sehr gut zu unserer Geschichte. Sowohl inhaltlich, als auch zeitlich.

Der Ursprung liegt, wie bei vielen derartigen Orten, in einem Marienbild, das an einer bei der Quelle stehenden Buche angebracht war. Dieses Bild wurde 1805 von einer alten Frau aus Klosterneuburg namens Theresia Schreckin gespendet. Viele andere derartige Heilige Orte datieren wesentlich früher, vor allem im Barock fand eine Flut von Wundern und Mirakeln statt, die viele dieser Orte hervorbrachte. (vgl. auch : Zeichenstein und Wunderbaum. Österreichs Kirchen und Klöster in ihren Ursprungslegenden, Klosterneuburg 2000)

Wieder gerade rechtzeitig bei Beginn eines Krieges beginnt eine Hysterie, aufgrund eines Bildes, oder einer "Erscheinung". Zwar spielt die Sage auf die Türkenkriege an, aber sie mobilisiert wohl eher Kräfte gegen den Ungarnkönig.

Nachdem Österreich mit Schweden dem Bündnis mit Russland und Großbritannien am 9. August 1805 beigetreten ist, beginnt auch für Österreich der 3. Koalitionskrieg. Frankreich erklärt am 23. September 1805 Österreich den Krieg.

Der Österreichische Befehlshaber General Mack wurde am 20. Oktober mit einem Heer von 23 000 Mann bei Ulm zur Kapitulation gezwungen. Am 28. Oktober rief Kaiser Franz in einer Proklamation an sein Volk zum Widerstand auf. In Wien beginnen im November die Vorbereitungen auf eine Besetzung der Stadt durch Französische Truppen. Die Franzosen marschierten am 13. November In Wien ein und bemächtigen sich kampflos der Taborbrücke (links), die entgegen dem Befehl nicht abgebrannt worden war. Die Besetzung erfolgte ohne Widerstand und
die Franzosen wurden geradezu neugierig von der Bevölkerung begrüßt. Napoleon zog in Wien am 14. November 1805 in Wien ein und bezog in Schönbrunn Quartier. Drei Wochen später besiegten die Armeen Napoleons am 2. Dezember bei Austerlitz die vereinten Armeen von Österreich und Russland. die Russen zogen sich zurück und Österreich musste im Friedensvertrag von Preßburg drückende Friedensverhältnisse akzeptieren.


http://www.wien-vienna.at/geschichte.php?ID=205

Auch hier wird der Ursprung der Legende in christlicher Zeit gesucht, doch die christliche Zeit ist nicht der Beginn des Kults. Es werden Personen erwähnt, deren Existenz nicht historisch belegt ist, die aber von nachfolgenden Generationen widerspruchslos als existent angesehen werden.Der alte Kult wird aus dem Bewusstsein verdrängt, obwohl er im Volk lebendig blieb, bis in die heutige Zeit. Man versucht ihn sogar zu verbieten, indem der heilige Baum, der Teil der Verehrung ist, einfach umgeschnitten wird. Oder sollte auch dies nur Teil der Legende sein? Auch der älteste und mächtigste Baum stirbt irgenwann einmal, das ist ein Naturgesetz, das jeder kennt. Ein heiliger Baum sollte nicht einfach so sterben, es sei denn durch Frevel. Genau dieses Element findet man auch in solchen Geschichten häufig. Man denke an das Marienbildnis, das angeblich vom Frevler ins Wasser geworfen, aber dann doch wieder daraus "errettet" wird.

Was ist an dem was wir für Geschichte halten denn wirklich wahr? Gefälscht und verfälscht wurde immer, Lügenpropaganda gab es auch schon immer. Legenden sind häufig Teil einer breit gefächerte Lügenpropaganda.

Der Kult des Agnesbrünnels blieb jedenfalls lebendig. Man ging hin um die Lottozahlen zu erfahren, oder um geheilt zu werden. Selbst heute noch findet man auf einem Strauch, der neben dem Brünnl wächst, viele bunte Bänder, die von Gläubigen dort angebracht werden. Ob sie ihre Wünsche an eine angebliche, katholische Heil
ige, oder an die alte Muttergottheit richten, bleibt deren Geheimnis.


 

Eine Kirche ist nicht in der Nähe gebaut worden, dafür ein großer Gasthof. So wie in früheren zeiten auch Wahrsager und Prostituierte an diesem Ort ihre Geschäfte abwickelten, was in einem Wallfahrtsort so offen undenkbar wäre, ist bis heute dort nichts "christliches" zu finden. Die Quelle, aus der eiskaltes Wasser auch im Hochsommer rinnt, liegt eher versteckt mitten im Wald. Die Umgebung wirkt nicht "gezähmt", sondern wild-romantisch, gerade an dieser Stelle. Von Geistern und "schwarzen Männern" wurde berichtet, die man dort antreffen könne. Es gibt noch eine Sage, die sich um diesen Ort rankt. In der Nähe soll es einmal ein Nonnenkloster gegeben haben, in das sich eine Zauberin einschlich. Offenbar war sie eine Hexe, denn sie flog auf den Blocksberg. Der Teufel verschonte sie, solange sie sich im Kloster aufhielt, lockte sie aber einmal hinaus, um sie zu zerreißen. Seither soll ihr Geist in Gestalt eines gekrümmten, stummen, alten Weibes in der Gegend des Buchenstammes zu sehen sein, der bei dem "Brünnlein am Kobel" (jetzt Agnesbrünnl) aufragt. (
http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/wien/sagen_legenden_gugitz/teufel_versucher.html


Auch diese Sage klingt nach alten, später verbotenen, kutlischen Handlungen.
Ob es dort Heilungen gab, oder gibt und ob es dort Geistererscheinungen gab, oder gibt, wäre ein Thema für die Parapsychologie. 


Im Internet findet man beispielsweise eine Seite http://www.cleos-homepage.com/orbphaenomen.htm auf der unter anderem das Agnesbrünnel zu sehen ist - und ein "Orb". Frau Heidemarie Scherl, die Betreiberin der Seite behauptet: "Es gibt verschiedene Arten von Orbs. Z.B. Seelen-, Engel- und Geister- Orbs." und sie bemängelt, dass Skeptiker glauben, Orbs seien nur Reflexionen. Sonst habe ich nichts über Geistererscheinungen, oder andere, paranormale Phänomene in dieser Gegend im Internet gefunden, deshalb nehme ich an, dass es dort keine derartigen Erscheinungen gibt. Oder es kommen zu wenige Geisterjäger in die Gegend. Ob die alte, keltische Muttergottheit heute noch wirksam ist, muss wohl jeder für sich selbst herausfinden.  

Gemeinhin glaubt man, alte Kulte und Göttervorstellungen seien mit der Christianisierung verschwunden. Das stimmt sicher nicht. Sie wurden lediglich mit neuen Namen versehen. Von den Menschen wurde meistens das angenommen, was ihrer eigenen Religion nahe stand. Was nicht angenommen wurde, hat der Eingott-Glaube integrieren müssen, um die Erinnerung auszulöschen. Dazu zählt beispielsweise die Kindstaufe. Im frühen Christentum gab es sie noch nicht. Nur Erwachsene wurden getauft, als Zeichen der Wiedergeburt in Christi. Im europäischen Raum wurde daraus die Taufe von Kleinkindern, eigentlich eine Namensgebung. Bis heute hält sich der - jetzt christliche - Glaube, ungetaufte Kinder dürften nichts ins Paradies. Warum das so ist? Sie basiert auf einer alten Mythe. Wenn einmal im Jahr die wilde Jagd durch die Stuben brauste, nahm sie die Seelen der in diesem Jahr verstorbenen Kinder mit. Hatte ein Kind noch keinen Namen, musste es bleiben. Man konnte es aber erlösen, wenn man ihm im letzten Moment noch schnell einen Namen zurief. https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Jagd

So wie sich christliche Vorstellungen, die eigentlich heidnischen Ursprungs sind  halten, blieben auch rein heidnische Vorstellungen im Volk lebendig. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Meine Mutter hängte zum Jahreswechsel keine Wäsche auf, weil dann im kommenden Jahr jemand aus dem Haus sterben würde. Hierbei geht es um dieselbe Mythe. Von der wilden Jagd darf man nicht entdeckt werden, weil man sonst stirbt. Meine sehr christliche Nachbarin, die es nicht wagt, einen Hollerbusch zu fällen, ist ungefähr so alt wie ich. Sie kommt vom Land, wo dieser Glaube noch lebendig ist. Was sie vermutlich nicht weiß ist, dass im Holleerbusch die Frau Holle sitzt. Früher eine Göttin, heute eine Märchenfigur.

Die Geschichte von der wilden Jagd wird in verschiedenen Versionen erzählt. Sie wird mit Odin in Verbindung gebracht, aber auch mit Frau Holle, oder mit Frau Percht. https://de.wikipedia.org/wiki/Perchta 

In den Alpendörfern gehen bis heute die Perchten um. 

Darüber mag man schmunzeln, oder es als Aber-Glaube bezeichnen. Doch was ist der Unterschied zwischen einer christlichen Kindstaufe und der Verehrung des Hollerbusches? Beides stammt aus uralten Zeiten und wenn die Menschen vielleicht gar nicht mehr den Ursprung kennen, bleibt der Glaube doch lebendig. Man kann nicht immer mit Sicherheit sagen, welches Volk welchen Kult hervor gebracht hat. Vieles ist miteinander verschmolzen. Der Name Percht dürfte beispielsweise keltischen Ursprungs sein. Dort wo Kelten lebten, also in Bayern und in Österreich, erhielt sich dieser Name, im hohen Norden hieß die anführende Person eben Odin. In der Antike war es durchaus üblich, Götter aus verschiedenen Kulturen miteinander zu vergleichen und auf eine Stufe zu stellen. Deshalb fällt es auch so schwer, die Ursprünge von Kulten festzumachen.

Sonntag, 27. August 2017

Die Hellseherin Pythia Katherina Speemanns


Das Zentralblatt für Okkultismus - Monatsschrift zur Erforschung der gesamten Geheimwissenschaften - Herausgeber Karl Prandler Pracht - Verlag Max Altmann, Leipzig, ist in digitalisierter Form im Internet einsehbar. Das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, Freiburg im Breisgau, hat es ermöglicht, diese Zeitschrift im Internet zu lesen.

Die älteren Exemplare zeigen ein Hakenkreuz (ich weiß nicht in welche Richtung es geht) und einen Davidstern, in der Mitte ein Kreuz, vielleicht christlich, vielleicht "anch", das kann ich nicht genau erkennen. Zumindest in diesen Jahren scheint es keinerlei Rassismus gegeben zu haben, was die Auswahl der Themen und Autoren betraf, denn unter anderem geht es auch um jüdische Mystik.

Die Zeitschrift enthält nicht nur extra für sie angefertigte Beiträge, sondern zitiert häufig andere Zeitschriften und Journale. Im Jahrgang 1908/09 auf Seite 428 findet man folgende Geschichte, die ursprünglich im "Gil Blas"
http://de.wikipedia.org/wiki/Gil_Blas_%28Zeitschrift%29 erschienen ist, vom "Neues Wiener Journal" (http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&aid=nwj) übernommen wurde und nun hier zitiert wird.


Ich habe diese Geschichte ausgewählt, weil sie gut zu der vorherigen passt.

Berichtet wird von einer, früher berühmten Hellseherin, über die ich im Internet bisher nichts gefunden habe. Sie hieß Pythia Katherina Speemanns und stammte aus Bayern. Im Jahre 1829 soll sie Prinz Wilhelm folgende Prophezeiung gemacht haben:

"Wir schreiben heute 1829", murmelte sie und reichte dem Prinzen eine Feder, damit dieser die Zahl aufschreiben konnte. Die einzelnen Ziffern der Jahreszahl sollte er darunter setzen.

1828 + 1 + 8 + 2 + 8 = 1849

In diesem Jahr werden sie eine Revolutionsbewegung, die von Frankreich auf Deutschland übegreifen wird, unterdrücken.

"Werde ich eines Tages den Gedanken der deutschen Einigung verwirklichen?", fragte der Prinz.

Katherina ließ ihn zu der Jahreszahl wieder die einzelnen Zahlen dazu addieren.
1849 + 1 + 8 + 4 + 9 = 1871

"Ich werde 1871 Kaiser von Deutschland werden!", rief er aus. Danach wollte er wissen, wann er sterben wird.

Wieder geschah dasselbe:
1871 + 1 + 8 + 7 + 1 = 1888

Er fragte weiter: "Wird die konstitutionelle Regierungsform einmal an die Stelle des persönlichen Regimentes treten? Diesmal rechnete sie selbst:
1888 + 1 + 8 + 8 + 8 = 1913

Wilhelm I. (* 22. März 1797 als Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen in Berlin; † 9. März 1888 ebenda) aus dem Haus Hohenzollern war seit 1858 Regent und seit 1861 König von Preußen sowie ab 1871 Deutscher Kaiser.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_I._%28Deutsches_Reich%29

Obwohl das Sozialistengesetz mehrfach verlängert wurde, wurde die Reichstagsfraktion der Sozialdemokraten immer stärker, was auch vor dem Hintergrund der fortschreitenden Hochindustrialisierung zu sehen ist. 1890 endlich, nach dem Rücktritt Bismarcks, wurde das Sozialistengesetz unter Kaiser Wilhelm II. nicht mehr verlängert. 1913 stellte die SPD die stärkste Fraktion im Reichstag.
http://www.wcurrlin.de/links/basiswissen/basiswissen_kaiserreich_innen_und_aussenpolitik.htm

Der Autor des Artikel meint abschließend, es handele sich bei dieser Rechnung wohl nur um eine "Rückrechnung". Interessant ist sie dennoch.Ziemlich viele Zufälle.

Zufall ist eben etwas anderes als Synchronizität

Wie ich bereits schrieb, passiert Synchronizität seltener als reiner Zufall. Man nimmt sie auch nicht immer deutlich wahr, weil es sich dabei meistens um banale Ereignisse handelt und nicht um ungewöhnliche. Zudem hat man meistens nichts zum Schreiben dabei - und vergisst daher. Zufälle sind hingegen eher ungewönlicher Natur, also auffällig. Deshalb bemerken wir sie nicht nur deutlicher, sie prägen sich auch stärker ein. Zufälle können auch über einen größeren Zeitraum passieren. Einen solchen habe ich eben erst erlebt.

Am 18.7.2017, also vor einem Monat, fuhr ich mit einer Freundin zum Rathausplatz in Wien. Eigentlich wollte ich gar nicht fahren, weil Gewitter angesagt worden waren. Sie drängte mich jedoch und so gab ich schließlich nach. Es war unser zweiter Besuch am Rathausplatz. Wir wollten uns einen Film ansehen, den man dort kostenlos ansehen kann. Beim ersten Mal sahen wir uns den Film gar nicht an, sondern gingen spazieren. Damals passierte ein anderer Zufall, über den ich hier auch geschrieben habe. https://psionik.blogspot.co.at/2017/07/mein-experiment-verlauft-leider-ganz.html

Diesmal schlenderten wir durch die Fressmeile. Die Freundin wollte weder spazieren gehen, noch den Film ansehen. Sie wollte bald wieder gehen. Ich brachte sie dann doch dazu wenigstens kurz zuzusehen - und plötzlich war sie in ihrem Element. Jetzt war sie gar nicht mehr weg zubekommen. Man zeigte ein Ballett. Sie war Feuer und Flamme. Weil es blitzte, drängte ich zum Aufbruch, sie aber wollte nicht gehen. Schließlich überredete ich sie dazu, wenigstens zu schauen was da eigentlich lief. Wir wussten es nicht. Eine Aufsichtsperson gab und ein Programm. Es wurde Giselle gespielt. Aha. Das sagte mir nicht viel. Eine fremde Frau fragte uns dann noch, welches Ballett das denn sei. "Giselle", meinte ich. Aha. Nicht jeder kennt es.

Das war der eine Teil des Zufalls.

Heute, am 26.8.2017 lief auf RTL2 um 20.15 der Film "Voll verflittert". http://www.tvtoday.de/entertainment/kino/voll-verflittert_5662023.html
Den Film habe ich weder ausgesucht, noch kannte ich ihn. Es war also reiner Zufall, dass ich ihn mir ansah. Ich sah nur mit jemandem gemeinsam zu. Den Anfang verpasste ich, doch ich kam gerade noch zurecht, als der Hauptdarsteller gezwungen wurde, eine ihm unbekannte Frau zu heiraten. Es war eine Staatsbürgerschafts-Ehe. Dazu musste er lernen, was sie gerne tat und wo er sie kennen gelernt habe: Bei einer Ballettaufführung von Giselle!

Nun liegt zwar ein relativ großer Zeitraum zwischen den beiden Ereignissen. Da es sich jedoch um einen ungewöhnlichen Zufall handelt, nehme ich ihn in meine Zufallssammlung auf.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor etwas von diesem Ballett gehört, geschweige denn gesehen zu haben. Ganz sicher nicht in letzter Zeit und ganz sicher nicht bewusst, wenn überhaupt. Ballett ist nichts für mich, hat mich noch nie interessiert und außer Schwanensee kenne ich fast keines. Mir hat es nicht gefallen, meine Feundin war begeistert. Mit Mühe brachte ich sie dazu, endlich zu gehen, denn es begann schon zu regnen. Gerade als wir im Auto saßen, brach ein ungeheures Gewitter los.

Wer kann das Rätsel lösen? die Rennsteig-Sphinx auf dem Glöckner.: 1813 wurde hier gepflanzt für 1871


Im Zentralblatt für Okkultismus 1907/08 findet man auf der Seite 243 einen Bericht aus der Berliner Morgenpost über die Rennsteig-Sphinx auf dem Glöckner.

Dabei handelt es sich um einen in Stein gemeißelten Spruch: "1813 wurde hier gepflanzt für 1871".

Sie wurde bereits vor 1871 in Büchern erwähnt.

Seit 1871 betrachteten viele diese Inschrift als Prophezeiung und beziehen sie auf die Siege über Frankreich in der Völkerschlacht bei Leipzig und auf den französisch-deutschen Krieg 58 Jahre später.

Seither wird gerätselt von wem sie stammt und ob es tatsächlich eine Prophezeiung ist, oder nur eine "bsoffene Gschicht", die "zufällig" passt. Da tut sich wieder die Frage auf - was ist Zufall?
 
Spannt man den Bogen noch weiter in Bezug auf Zufälle, geht man weiter der Geschichte des Wanderwegs nach, der an dieser "Sphinx" vorbei führt, erfährt man Folgendes:

Nach der Teilung Deutschlands vergaß man im Westen auf diesen Weg, der einstmals als der längste Wanderweg Deutschland galt. Nach dem Fall des eisernen Vorhangs wurde er jedoch wieder zu dem was er einmal war - der berühmteste Wanderweg Deutschlands und die bereits in Vergessenheit geratene Sphinx erlangt wieder Bekanntheit, als wäre ihr Schicksal mit dem Deutschlands verbunden.

Ihr Rätsel aber konnte bisher niemand mit Sicherheit lösen. 

Samstag, 26. August 2017

Echte Synchronizität selbst erlebt - wie oft erlebt, oder träumt man von einem heraus gerissen Auge?


Am 30.10.2016 schrieb ich in mein Tagebuch:
Ich bearbeite derzeit meine alte Traumstudie und versehe sie mit Zeichnungen. Während ich zeichnete sahen wir fern. M. suchte das Programm aus, was ziemlich nervig war, weil er immer wieder den Sender wechselte. Schlließlich stoppte er bei einer Preisverleihung für Comedians, oder wie immer sich diese Leute heute nennen. RTL 22.15 am 29.10.2016. Zwischendurch schrieb ich auch noch im Internet, daher bekam ich nur wenig mit, was da im Fernsehen lief.
Die Zeichnung fertigte ich zu drei Träumen an. Drei Personen hatten jeweils einen Traum gehabt, zwei Personen sogar zeitgleich, mit fast demselben Inhalt. Dabei ging es um ein Auge, welches herausgenommen wurde. Gerade als ich so ein Auge zeichnete, wurde eine Szene gezeigt, während der ein Mann mehrmals schrie: "Auge, Auge, Auge!" Dazu schlug er sich auch mehrmals demonstrativ gegen sein Auge.



Zufälle treten ja relativ häufig auf. Eigentlich sogar so häufig, dass man sie schon als normal empfindet und nicht als ein außergewöhnliches Ereignis. Synchron auftretende Ereignisse sind etwas seltener zu finden.Bekannt und benannt wurden solche Ereignisse durch den berühmten Arzt C. G. Jung.
Betrachtet man Zufälle, oder synchrone Ereignise, sollte man auch überlegen, wie häufig ein Ereignis auftritt. Bei alltäglichen Ereignissen ist der zeitgleiche "Zufall" eher nicht überraschend. Aber wie oft kommt es vor, dass man im täglichen Leben, oder auch im Traum, mit einem herausgenommenen Auge zu tun hat? Es ist schon sehr auffällig, wenn drei Personen unabhängig voneinander fast zeitgleich davon träumen und ihren Traum auch erzählen. Noch überraschender ist es, wenn man sich damit gerade - nach langer Zeit - beschäftigt und gleichzeitig etwas sieht, bei dem es um ein Auge geht.

Freitag, 25. August 2017

Im Jahr 2014 war er der älteste Mann der Welt - Alexander Herbert Imich - und auch der älteste Parapsychologe der Welt


Alexander Herbert Imich starb am 8. Juni 2014 im Alter von 111 Jahren. 

Alexander Imich hat es dank seines Alters ins "Guinness Buch der Rekorde" geschafft: Der gebürtige Pole ist mit 111 Jahren der älteste Mann der Welt, konnte man in den Zeitungen lesen. 

Im Jahr 1952 sind Imich und seine Frau schließlich in die USA ausgewandert und haben sich in New York niedergelassen. Seine Frau ist bereits im Jahr 1986 verstorben. Nach ihrem Tod hat sich der Wissenschaftler wieder verstärkt der Parapsychologie zugewandt.
http://www.news.at/a/alexander-imich-aeltester-mann-der-welt

Er war unter anderem auch Parapsychologe. In den 1920er Jahren beschäftigte er sich mit Matylda, einem Medium, für die polnische Gesellschaft für Psychische Forschung. Er veröffentlichte einen Bericht im Jahr 1932 in einer deutschen Zeitschrift,  der  Zeitschrift für Parapsychologie, aber alle unveröffentlichten Notizen und Fotos aus der Forschung wurden während des Zweiten Weltkriegs verloren. 
Imich erzählte über seine Arbeit mit dem Medium: "Ich werde nie den Kuss von einem Phantom vergessen. Ein unsichtbares Gesicht, dessen Atem ich deutlich hören konnte und den ich auf meinem Gesicht fühlte, küsste mich. Es war ein starkes und angenehmes Gefühl. "
Bereits als Kind beschäftigte er sich mit dem Ouija Board als Mittel der Kommunikation mit Geistern. Nach seiner Emigration in die USA schrieb er in Artikeln unter anderem über Joseph Nuzum, einen magischen Shop-Betreiber und Illusionisten, der zu schweben schien und über Dr. Safwat El Amin. Er erlebt Geisterfotografie, in der seine verstorbene Frau neben ihm auf einem Foto erschien.
Inwieweit diese Ereignisse real waren, lässt sich nachträglich schwer feststellen. Man sollte solche Phänomene auf jeden Fall untersuchen, unabhängig davon, ob jemand anderer solche "Phänomene" mit Tricks erzeugen kann, oder nicht. Was Dr. Safwat betrifft, ist es jedoch leider zu spät, weil er schon lange verstorben ist.
http://connection.ebscohost.com/c/articles/18528332/discussion-phenomena-produced-by-dr-safwat-el-amin

Imich schrieb zahlreiche Beiträge für Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Parapsychologie und schrieb ein Buch, "Unglaubliche Geschichten des Paranormalen", das von " Bramble Bücher" im Jahr 1995 veröffentlicht wurde. Er versuchte die anomalen Erscheinungen zu demonstrieren. Im Jahr 2012 begann er, die Aufzeichnungen seiner Erforschung des Paranormalen, der Universität von Manitoba Department of Archives und Sondersammlungen zu übergeben.
http://en.wikipedia.org/wiki/Alexander_Imich 

Imich begegnete vielen bekannten Medien. Während seiner Zeit in Frankreich beschäftigte sich Imich mit Mystikern, Yogis und Gurus, insbesondere mit Ramakrisha Vivekananda. In New York traf Imich das Medium Eileen Garrett J. 
Noch mit über hundert Jahren hielt sein Forscherdrang weiterhin an. Er wollte Beweise für ein Leben nach dem Tod erbringen und hoffte, die US Regierung würde Forschungsgelder zur Verfügung stellen - was nie passierte. Mit 109 Jahren diskutierte er über parapsychologische Themen während eines Interviewes. Er war also trotz seines hohen Alters noch geistig rege.
http://www.victorzammit.com/articles/Allexanderimich.htm 
 
Da Mulacz in einem Newsletter schreibt:
Zweifellos der älteste Parapsychologe ist Alex Imich, der derzeit zweitälteste Mann der Welt, der am 4. Februar seinen 111. Geburtstag gefeiert hat. Obwohl er nie zur allerersten Riege der Parapsychologen gehört hat, so hat ihn doch das Interesse an diesem Gebiet sein Leben lang begleitet. In letzter Zeit hat sich sein Gesundheitszustand anscheinend verschlechtert - voriges Jahr hat er noch recht aktiv an verschiedenen parapsychologischen Internet-basierenden Diskussionslisten aktiv teilgenommen.  
http://parapsychologie.ac.at/newslttr/newsltr2.htm 
 
scheint er bis fast zuletzt Herr seiner Sinne gewesen zu sein. Nur in den letzten zwei Wochen seines Lebens erkannte er seine Verwandten nicht mehr.

Ab jetzt hätte er Gelegenheit, seine Forschungen von der anderen Seite her weiterzuführen. Ich bin schon gespannt, ob er das auch tun wird. Allerdings muss ihm jemand dazu auch Gelegenheit geben.  ;)

Hier noch etwas über ihn:
http://whitecrowbooks.com/michaeltymn/entry/109-year-old_scientist_continues_to_pursue_illumination 

 


Die Sammlung:
An Inventory of his records at the University of Manitoba Archives & Special Collections
Inventory prepared by Jarad Buckwold
University of Manitoba Archives & Special Collections
Winnipeg, Manitoba
(May 15, 2013)
Finding aid encoded by Jarad Buckwold (May 15, 2013)
Finding aid written in English.
Biography of Alexander Imich
Scope and Contents of the Collection
Restrictions on Access
Related Materials
Custodial History
Detailed Description of the Collection
Biographical 1946-2007
Alex Imich Writings [1932?], 1958, 1985-2002
Essay Contests 1992-1995
Collected Typsecripts and Articles 1960s-2000
Subject Files 1970s-1998
Lectures and Conferences 1949, 1970-1995
Organization Publications 1958-2009
Correspondence 1949-2011
IM School of Healing Arts, New York 1996-2004
Collected Books 1937-1995
Artifacts [date?]
VHS Collection (PC 342) 1985-2007

Schattenwesen

Was sind Schattenwesen, oder Schattenmenschen, von denen manchmal berichtet wird?

Ein einziges Mal habe ich aus den Augenwinkeln heraus, geglaubt etwas zu sehen. Wobei ich nicht genau sagen kann, was das war.


Als Lebewesen habe ich es nicht empfunden, eher als eine optische Täuschung. Wirklich sehen konnte ich es auch nicht und es machte mir auch keine Angst.

Sie glauben, nur Esoteriker würden sich mit diesem Phänomen beschäftigen? Weit gefehlt. Auch Wissenschaftler haben versucht herauszufinden, was es mit diesen Erscheinungen auf sich hat.

Schweizer Forscher konnten das Gehirn einer Frau derart stimulieren, dass sie ein solches Wesen hinter sich zu bemerken glaubte. http://www.stern.de/panorama/wissen/mensch/hirnforschung-unheimliches--schattenwesen--im-gehirn-3328148.html
"Was die Patientin als Schatten beschreibt, ist vermutlich eine Wahrnehmung ihres eigenen Körpers, schreiben die Wissenschaftler. Der Gehirnbereich, der die Illusion hervorrufe, sei unter anderem bei der Unterscheidung von "Selbst" und "Anderen" und bei der Vernetzung verschiedener Körpersinneseindrücke beteiligt."

Das Gefühl, von einem Schattemwesen verfolgt zu werden, würde oft bei Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung auftreten.

Es gibt allerdings Menschen die solche Schatten als Vorboten einer Migräne erleben. Auch Infraschall wird verdächtigt, uns Schatten sehen zu lassen. Sogar solche die menschenähnlich aussehen. Die Ursache dafür, sei eine Irritation des Sehnervs. Infraschall kann beispielsweise von großen Maschinen verursacht werden. Amphetamine können Halluzinationen auslösen, bei denen man Schattenmenschen sieht.

Esoteriker halten das Phänomen für echt. Sie glauben an eine parallel existierende Welt, aus welcher diese Schatten stammen. Angeblich wurden Schattenmenschen schon von mehreren Personen gleichzeitig gesehen. Was allerdings kein beweis für deren reale Existenz ist, weil es sich ja um Infraschall handeln könnte. Wiegt man ab was für eine reale Existenz spricht und was dagegen, überwiegen die Gegenstimmen bei weitem. Vor allem deshalb, weil sie beweisbar sind. Selbstverständlich reichen diese Beweise nicht aus, mit absoluter Sicherheit auszuschließen, dass es sie doch geben könnte. Beweise dafür wurden bisher nicht erbracht. Abgesehen von einigen Fotos und Videos, die ganz normale Schatten zeigen könnten, ist mir kein überzeugender Beweis bekannt.

Freitag, 11. August 2017

Meine Zufallssammlung zur Zahl 17 setzt sich fort - die 17 und der Tod

Wie ich bereits anderweitig erwähnte, kommt die Zahl 17 sehr oft vor. Zwitweise begegne ich ihr nicht so häufig, aber derzeit präsentiert sie sich fast schon täglich. Einiges deutet auf psychische Konditionierung hin. So gilt die 17 beispielsweise in Italien für "böse". In Italien und in Brasilien wird sie gerne in Flugzeugen ausgelassen. https://de.nachrichten.yahoo.com/39--17--4--warum-diese-zahlen-unheil-bringen.html Davon wusste ich allerdings nichts, als ich mit meinen Beobachtungen begann.

Zeitweise tauchte die 17 allerdings auch unabhängig von möglichen abergläubischen Ansichten auf. Etwa hier in diesen Fotos.

In beiden Fällen handelt es sich um Sportfotos, welche die Zahl 17 deutlich zeigen, während alle anderen Zahlen entweder gar nicht, oder eher versteckt gezeigt werden. Ein ähnliches Foto erscheint fast jeden Abend auf den Fernsehschirmen, in Form einer Werbung. Weil diese Werbung jedoch immer für mich überraschend auftaucht, konnte ich sie nicht fotografieren.

Davon abgesehen lief am 9.8.2017 auf VOX um 22.15 "Rizzoli & Isles, andere Umstände". In einem Satz wurde gesagt: 17 Stichwunden.
https://www.fernsehserien.de/rizzoli-and-isles/folgen/andere-umstaende-598347

Am "17."8.2017 um 17.25 "Castle, bewölk mit Aussicht auf Mord". Jemand meinte: "Sagt ihnen die Nr. 17 etwas?"
https://www.fernsehserien.de/castle/folgen/bewoelkt-mit-aussicht-auf-mord-375637

Ähnliche Sätze fallen oft in Filmen, oft werden aber auch Türschilder, oder Straßenschilder gezeigt, auf denen die 17 zu sehen ist.

Das wäre an sich nichts Besonderes. Allerdings kommen andere Zahlen weit weniger oft so deutlich vor, was Filme betrifft. Bei Fotos in Zeitungen mag das vielleicht anders sein. Das habe ich noch nicht so genau untersucht. Da es sich hier jedoch um eine Zufallsserie handelt, sind auch diese Fotos relevant. Gerade weil sie mir normalerweise nicht in so kurzen Abständen nicht begegnen.

Dienstag, 1. August 2017

Da mir die Zeit fehlt über paranormale Themen zu schreiben, wird das hier ein Tagebuch - wieder Zufallsserie 17

Ich glaube gestern sah ich folgendes Bild auf pro 7






Also wieder einmal die Zahl 17 an prominenter Stelle. Es kamen zwar später auch einige andere Nummern vor, aber nur wenige. Gezeigt wurde jedoch vor allem dieses Bild. Ich habe diese Sendung weder ausgesucht, noch habe ich wirklich zugesehen. Gerade dieses Bild sah ich und weil es so pervers ist, sah ich es mir dann auch genauer an.