"Für diejenigen, die glauben, ist kein Beweis nötig. Für diejenigen, die nicht glauben, ist kein Beweis möglich" (Stuart Chase)

Donnerstag, 18. Januar 2018

Eine mögliche Traumerfüllung - heftige Turbulenzen

Der Traum hat sich zwar nicht komplett erfüllt, aber zumindest in wesentlichen Aussagen.

Der Traum vom 14.1.2018
Der heutige Traum bestand aus zwei Teilen. In einem Teil ging es um "heftige Turbulenzen", wie ich es wörtlich nannte. Denn als ich zum Himmel hinauf blickte, sah ich riesige Gegenstände durch die Luft wirbeln. Teile von LKWs, aber auch einen Betonmischer. Dort wo ich stand war aber anscheinend  alles relativ ruhig, denn sonst wäre ich selbst ja auch durch die Luft geflogen.
https://paranormaletraeume.blogspot.co.at/2018/01/heftige-turbulenzen.html

Der Sturm "Friederike" tobt über Deutschland und Teile Österreichs. Es gibt Tote und arge Zerstörungen. 18.1.2018

Umgestürzte Bäume, abgedeckte Häuser, gesperrte Straßen: Orkantief "Friederike" hat bei seinem Weg über Deutschland große Schäden angerichtet. Mehrere Menschen kamen ums Leben.
https://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/sturmtief-friederike-wuetet-ueber-deutschland-100.html 

Es gibt ein Video im österr. Fernsehen das einen jungen Mann mit Fahrrad zeigt. Ihm fliegt das Rad aus der Hand. Man sieht aber auch einen LKW der zwar nicht durch die Luft geflogen ist, aber umgekippt wurde.

Hier gibt es ein Video auf dem zu sehen ist, wie Teile von Dächern durch die Luft fliegen und man sieht auch den LKW der umkippt.
https://kurier.at/chronik/weltchronik/sturmtief-friederike-sorgt-fuer-orkanboeen/307.193.181

Zudem gibt es ein Video aus Österreich, das einen Mini-Tonado zeigt. (17.1.2018) ttp://kaernten.orf.at/news/stories/2890042/
und hier https://www.youtube.com/watch?v=LQsjxvMJjg4
Es könnte sich also auch um eine Assoziation handeln, denn bei einem Tornado fliegt alles in die Luft.  Oft nimmt ein Traum ein ganz nahes Ereignis zum Anlass, um ein späteres zu erzählen. Dabei kann es zu Vermischungen kommen.

Es stimmt auch, dass ich nicht involviert war, denn zu uns kam der Sturm nicht.

der Fall von Dorothy Eady - Bentreshyt - die Geliebte des Pharao

Dorothy Eady wurde 1904 in London geboren. Ihre Eltern waren einfache Leute, irischer Abstammung. Als sie drei jahre alt war, fiel sie die Treppe hinunter und verletzte sich. Ab diesem Zeitpunkt veränderte sich das Kind. Dorothy erinnerte sich an ein Leben im alten Ägypten.

Das brachte große Schwieirgkeiten mit sich. Sie flog sogar aus der Schule, weil sie mit dem katholischen Glauben nicht überein stimmte, obwohl ihr gefiel, wie Messen abgehalten wurden. Das habe sie an das alte Ägypten erinnert. Was nicht verwundert. Erinnert doch die Haube der höheren Priesterkaste verblüffend an die Kopfbedeckung der Pharaonen. "Auf dem Kopf trug der Pharao die Krone – nur sein und der Götter Schmuck. Die bekanntesten sind: die Rote Krone, die Weiße Krone und beide Kronen verschmolzen zur Doppelkrone, sie ergeben das absolute Königssymbol. Zahlreiche Abwandlungen und Kombinationen sowie Eigentümlichkeiten entstanden aus diesen Kronen." http://www.mein-altaegypten.de/Website/B-Pharaonen-Insignien.html
Die katholische Religion hat ja auch sonst noch einiges aus der Symbolik des alten Ägypten übernommen.

Dorothy Eady besuchte mit ihren Eltern das britische Museum und erkannte den dort auf einem Foto gezeigten Tempel. "Da ist mein zu Hause!", rief sie, "Aber wo sind die Bäume? Wo sind die Gärten?" Dann rannte sie durch die Gänge und küsste die Füße der Statuen.  Mit 15 besuchte sie schließlich die Mumie von Seti I. Ihr seltsames Verhalten, ihre eigenartigen Träume waren so auffällig, dass sie mehrmals in Sanatorien landete. Sie studierte an einer Kunstschule, doch ihr Interesse galt allein dem alten Ägypten.

1931 zog sie nach Ägypten und heiratete ihren ehemaligen Studienkollegen Emam Abdel Meguid. Auch ihre neue ägyptische Familie hatte Schwierigkeiten sie so zu akzeptieren wie sie war, denn sie berichtete oft von außerkörperlichen Erfahrungen und über Erscheinungen. Sie behauptete ein Wesen mit Namen Hor-Ra würde ihr die Geschichte ihres früheren Lebens diktieren. Das schrieb sie in der Schrift der alten Ägypter, den Hieroglypen, dann nieder. 

Damals habe sie Bentreshyt geheißen. Ihre Elten seien einfache Menschen gewesen. Der Vater ein Soldat und die Mutter handelte mit Gemüse. Die Mutter starb als Eady drei Jahre alt war und der Vater brachte sie in den Tempel von Kom el-Sultan, wo sie Priesterin und eine geweihte Jungfrau wurde. 

Obwohl sie ein Gelübde abgelegt hatte sich zu enthalten, wurde sie zur Geliebten des Pharao Seti, von dem sie auch schwanger wurde. Die Beziehung war ein Verbrechen gegen Isis. Weil man sie deshalb zum Tod verurteilt hätte, nahm sie sich lieber selbst das Leben. 

1935 trennte sie sich von ihrem Mann. Die Ehe hielt also nur kurz. Sie hatte Glück und bekam Arbeit bei einem ägyptischen Archäologen als Sekretärin. Sie zeichnete und schrieb Romane. Eady war sehr vielseitig. Später nahm sie sogar an Ausgrabungen teil.

Nachts betete sie in der goßen Pyramide zu den ägyptischen Göttern und opferte für sie. Das überraschte zwar die Dorfbewohner, doch sie wurde von ihnen trotzdem respektiert. Nachdem sie arbeitslos wurde, betrachtete sie diese Zeit als eine Prüfung. Würde sie ein keusches Leben führen, könne sie auf diese Weise das Verbrechen, welches sie in ihrem früheren Leben begangen hatte, wieder gut machen. Sie wollte nach Abydos, weil sie meinte, dort in einem Tempel des Seti gelebt zu haben. Diese Reise nahm der Inspektor der Antikenverwaltung zum Anlass, sie zu testen. Diesen Test bestand sie. Auch der Garten, den sie als Kind auf dem Foto vermisst hatte, wurde ausgegaben. 

Als sie merkte dass sie sterben würde, grub sie ihr eigenes, unterirdisches Grab, mit einer Scheintüre, durch welche ihr Ka in die jenseitige Welt gelangen würde. Man gab ihr ein Ushabti ins Grab, eine kleine Figur, die an Stelle des Toten Arbeit leisten würde, falls die Götter es vom Toten verlangten. 1981 starb sie, durfte aber nicht in ihrem Grab bestattet werden. 

Auf  https://en.wikipedia.org/wiki/Dorothy_Eady findet man ausführlicher eine Beschreibung ihres Lebens.

Auf http://geheimnisvollewelt.us/die-geheimnisvolle-reinkarnation-von-omm-sety-eine-frau-die-im-alten-agypten-gelebt-hat/ gibt es auch ein Video.

Ebenso auf der Seite https://sites.google.com/site/kemetismus/omm-sety

Von einer Frau geschrieben, die bei ihr zu Besuch war. http://www.templeharakhte.org/Omm_Sety.html

Wie soll man mit dieser Geschichte umgehen? Viele Ägyptologen halten viel von ihr. Leider sind ihre Kindheitserinnerungen nicht dokumentiert, also nicht überprüfbar. Sonst wäre es ja ganz einfach. So aber gibt es Menschen die ihre Geschichte glauben, aber auch Skeptiker, die meinen, aufgrund des Sturzes habe ihr Gehirn eine Läsion erlitten. Das habe zu ihren scheinbaren Erinnerungen und Visionen geführt. Offenbar können sie das aber auch nicht beweisen.

Was auffällt ist eine gewisse Parallele, die sich bei genauer Betrachtung finden lässt. Ihr Sturz passierte, als sie 3 Jahre alt war. In ihrer Erinnerung war sie drei Jahre alt, als ihre ägyptische Mutter starb und sie in den Tempel gebracht wurde.

Nach ungefähr drei Jahren wurde sie von ihrem Mann getrennt. Als wäre es eine Wiederholung dessen, was sie in ihrem letzten Leben falsch gemacht hatte. Die Beziehung führte zu einem Kind, so wie im Vorleben auch. Nur wurde das Kind damals nicht ausgetragen. Ich glaube der Sohn blieb beim Vater, bin mir aber nicht sicher, weil es unterschiedliche Behauptungen gibt. Danach führte sie erst ein keusches Leben. Ein Leben also, wie sie es im vorherigen Leben hätte führen sollen.

Ihre Eltern waren einfache Leute, ebenso wie ihre Eltern im alten Leben.

Als sie starb, wollte sie wie die alten Ägypter begraben werden. Aber wie die reicheren Leute. In ihrem derzeitigen Leben wurde sie aber wie die armen Ägypter begraben. Im Wüstensand, in einem nicht gekennzeichneten Grab. So wie sie vermutlich auch im Vorleben begraben worden war. Ohne irgendwelche Beigaben und verflucht von der Göttin Isis.

Die Visionen von Geistern werden nicht echte Geister gewesen sein. Aber das spielt in diesem Fall keine Rolle. Ich halte sie für symbolische Formen, die anders von ihr nicht verstanden werden konnten.

Von einigen anderen Fällen wissen wir, dass Menschen nach einer Kopfverletzung plötzlich über Fähigkeiten verfügten, welche sie vorher nicht hatten. Dabei könnte es sich um eine unbewusste Erinnerung an ein früheres Leben handeln.

Ob ihre Erinnerungen echte Erinnerungen an ein Vorleben sind, kann ich nicht sagen. Wenn man es auch nicht beweisen kann, so spricht aber auch nichts dagegen. Sollte es sich um echte Erinnerungen handeln, zeigt dieses Beispiel jedoch sehr gut, warum wir uns meistens nicht erinnern können. Wir würden in unserem alten Leben weiter verharren und uns nicht weiter entwickeln. Je stärker und eindrücklicher die Erinnerung, je mehr wir uns mit dem alten Leben identifizieren, desto schwieriger wird es, neue Ansätze zu finden. Menschen die noch ungefestigt sind, die noch gar keine wirklich bewussten Menschen sind, können an eindringlichen Erinnerungen scheitern. Dann wird das Wissen um die Vergangenheit zur Qual. Man kann sich nicht lösen, bleibt gefangen in einer vergangenen Welt. Unterbewusst passiert das vielen die sich bewusst nicht erinnern können, auf eine mildere Art.

Natürlich kann es auch eine Chance sein, über den Tellerrand zu blicken, sich selbst als jemanden zu erleben, der eine Entwicklung durchmacht. In diesem Fall ist es aber nicht so. Für diese Frau war es eigentlich weder ein neues Leben, noch eine Fortsetzung des alten Lebens, sondern eine Wiederholung. Sie war darin verstrickt. Statt sich aus den alten Schuldgefühlen zu befreien, versank sie darin.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Gab es den Glauben an Wiedergeburt schon immer? Ich glaube es nicht.

Die Reinkarnationslehre war den Griechen spätestens seit dem Dichter Pindar 522 - 446 bekannt, aber sie wurde nicht allgemein anerkannt. Ob es sie davor schon gab, weiß man nicht. Darüber kann man nur spekulieren. Erwähnt wurde sie davor jedenfalls nicht. Deshalb kann man davon ausgehen, dass es sie eher nicht gab. Die Griechen hätten sie wahrscheinlich irgendwann erwähnt. Auf angeblich mündlich überliefertes Wissen kann man sich nicht berufen.

Gesichert ist der Glaube der Griechen an eine dunkle, jenseitige Welt - die Unterwelt. Den Zugang dazu hat man in jüngerer Zeit sogar gefunden. Einen in Griechenland, bzw. der heutigen Türkei, einen in Italien und einen in Süd Amerika. "„Wir entdeckten das Plutonion, indem wir die Strecke einer Thermalquelle rekonstruierten“, erzählte er gegenüber „Discovery News“. Bei Pamukkale sei man auf eine Höhle gestoßen, die den Beschreibungen Strabons entspreche. Außerdem fanden die Forscher Tempelruinen, ein Wasserbecken und mehre Treppenstufen." https://de.nachrichten.yahoo.com/arch%C3%A4ologen-entdecken-%E2%80%9Etor-zur-h%C3%B6lle%E2%80%9D-123328865.html
"In der Presseverlautbarung Nummer 201 meldete das Nato-Hauptquartier Südeuropa die "aufsehenerregendste archäologische Entdeckung des 20. Jahrhunderts": In der Gegend von Neapel sei "die Unterwelt der griechischen Mythologie entdeckt und identifiziert" worden." http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46162751.html
"Mexiko - Wissenschaftler wollen in einer historischen Tempelanlage im Zentrum von Mexiko den Eingang zur mystischen Unterwelt der Teotihuacán-Kultur entdeckt haben. In dem Tunnel zwischen der Sonnenpyramide und dem Tempel der gefiederten Schlange seien rund 50.000 Opfergaben gefunden worden, sagte Ausgrabungsleiter Sergio Gómez am Mittwoch. Darunter seien Statuen, Weihrauchbehälter, Edelsteine und Muscheln. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/archaeologie-in-mexiko-tor-zur-teotihuacan-unterwelt-gefunden-a-1000184.html

Wer solch eindrucksvolle Orte kennt, aber nicht versteht, muss an eine jenseitige Welt des Schreckens glauben, aus der es kein Zurück gibt. Wer sich dem Eingang nähert - stirbt. Dagegen wird sich die Reinkarnationstheorie kaum durchsetzen können. Offenbar wurden die alten Griechen aber doch irgendwie mit dieser Theorie konfrontiert, sonst hätte es keine Philosophen geben können, die sie vertreten haben, aber vermutlich waren es die Gedanken fremder Völker, auf welche sie stießen. Pythagoras behauptete allerdings, er könne sich an seine früheren Leben sogar erinnern.

Die Gallier (Kelten) glaubten hingegen sicher an Reinkarnation. Kelten siedelten in Europa und in der heutigen Türkei, nachem sie im 4. Jahrhundert v. Chr. zu wandern begannen. Es gab sie aber schon im 8. Jhd. v. Chr. Sie mögen ihren Glauben überall hin mitgebracht haben, wo sie siedelten. Vielleicht haben sie ihn unter den Völkern verbreitet, die mit ihnen Kontakt hatten.

Man weiß nicht so genau welche Völker des Altertums und der Antike sonst noch daran glaubten, weil es keine uns bekannten , schriftlichen Erwähnungen gibt. Doch wir kennen bei weitem nicht alle Schriften, denn vieles wurde im Laufe der Zeit zerstört. Erahnen kann man anhand einzelner Hinweise, dass es in den Zeiten wo die Völker noch keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben, durchaus da und dort den Glauben an Wiedergeburt gegeben haben mag. Aber vielleicht nicht auf die Weise, wie wir ihn heute verstehen. Ein Beispiel: "Am Schluss des zweiten Liedes von Helgi, dem Hundingstöter heisst es beispielsweise: "Es war der Glauben im Altertum, dass Helden wiedergeboren würden; aber das heisst nun alter Weiber Wahn. Von Helgi und Sigrun wird gesagt, dass sie wiedergeboren werden." (Georg Jacob, welche Handelsartikel  bezogen die Araber - Mayer und Müller 1891)

In manchen schamanischen Kulturen glauben die Menschen mitunter an eine selektive Wiedergeburt. Nur gewisse Menschen werden wiedergeboren. Das mag vielleicht auch der ursprüngliche Glaube gewesen sein, der sich erst mit der Zeit insofern ausweitete, als jedem Menschen dieses Privileg zugestanden wurde. Schamanen, Hexen, Priester früher Kulturen, haben sich vielleicht an frühere Inkarnationen erinnert, während die normale Durchschnittsbevölkerung das nicht konnte. Das Bewusstsein ein eigenes, individuelles Wesen zu sein, mag früher noch nicht so ausgeprägt gewesen sein, wie in der modernen Welt. Man erlebte sich in erster Linie als Teil einer Gemeinschaft. Häuptlinge und Schamanen wurden als  außerordentliche Menschen, mit außerordentlichen Fähigkeiten angesehen.

Bei den alten Ägyptern wurden in frühen Zeiten auch nur die Herrscher einbalsamiert. Die Demokratisierung entstand erst im Laufe der Zeit. Arme Menschen konnten sich das gar nicht leisten.

Die Ägypter glaubten nicht an Wiedergeburt in einem anderen, physischen Leben, sondern an das Verweilen eines Seelenteils im Körper. Deshalb gab man ihm alles Notwenige mit, was man eben so zum Leben braucht - bis hin zu Sklaven und Hofstaat. Aber "Aufschluß über den Jenseitsglauben der Menschen der Negade-II-Kultur (3400–3100 v.Chr.) geben mehr als einhundert Gräber, die man vor geraumer Zeit fand. Fest steht, dass die beigelegten Tongefäße der Versorgung des Verstorbenen dienten. Damals schon glaubte der Ägypter noch an eine Wiedergeburt, was man an der Lage des Verstorbenen gen Osten – zur täglich aufgehende Sonne entgegenblickend – ablesen kann. Er glaubte an den Zyklus des Werdens und Vergehens, wie man es in der Natur beobachten kann.
Als der Ägypter dazu überging den Verstorbenen statt gen Osten nunmehr gen Westen auszurichten, drückte er damit einen inzwischen vollzogenen Wandel in seinen Vorstellungen von der zyklischen Auferstehung aus: Der Westen ist zum Ort des Todes geworden. Hier ist der Verstorbene zu einem Toten geworden, das Leben aber, die »Seele« lebt im Jenseits weiter, im Überirdischen.
" http://www.mein-altaegypten.de/Website/A-Religion.html

Kann man das als einen Glauben an Wiedergeburt im Sinne von Reinkarnation ansehen? Ich glaube nicht. In der Negade-II-Kultur  gab es Gabbeigaben für höher gestellte Personen. Wer an Reinkarnation glaubt, braucht keine Gräber, und schon gar keine Grabbeigaben. Für ihn ist der Körper bloße Hülle, die abgeworfen wurde.

Nachvollziehbar ist es für moderne Europäer keinesfalls, was die Menschen sich damals vorstellten.

Auch was denn für die Menschen früherer Zeiten überhaupt eine Seele ist, lässt sich nicht immer ganz klar sagen. Das variiert auch sehr. Viele Völker glaubten an Seelenteile, von denen jeder nach dem Tod ein eigenes Schicksal hat. Das kennen wir sowohl von den Ägyptern, als auch von den kabbalistischen Juden. Besonders in schamanischen Kulturen war das der Fall. Manche zählten bis zu hunderte Seelenteile. Selbst wenn sie an Reinkarnation glaubten, kann es sich nur um einen Seelenteil handeln, der ihrem Glauben nach reinkarnierte. Die Kabbalisten sahen das so:

Die Kabbalisten glauben gar nicht an individuelle Seelen "TV: Geht die Kabbala davon aus, dass es eine individuelle spirituelle Seele gibt?
ML: Es gibt eigentlich nur eine Seele und wir alle sind Teile von ihr.
TV: Also existieren keine individuellen Seelen?
ML: Niemand hat eine eigene Seele. Wir alle sind Teile einer großen Seele, welche Adam genannt wird.Wer sich mit allen anderen Seelenteilen Adams verbindet, nimmt im Endeffekt wahr, dass er selbst diese einzige Seele Adams ist und nun alle getrennten Seelenteile miteinander verbunden hat.
TV: Und diese eine große Seele ist der Schöpfer?"
https://www.tattva.de/die-weisheit-der-kabbala/

Es gibt viele recht komplizierte Überlegungen zu dem was man als Seele betrachtet. "In dem auf den Lehren Rabbi Isaak Lurias (1534–1572) beruhendem Schaar ha-Gilgulim („Tor der Wiedergeburten“) werden umfassend und präzise die verwickelten Gesetzmäßigkeiten der kabbalistischen Wiedergeburtslehre im Sinne der Seelenwanderung beschrieben....."
https://anthrowiki.at/Gilgul_Neschamot

Die Veden sagen noch nichts über die Wiedergeburt aus. Erst in den Upanishaden, zwischen 800 und 600 v. Chr. beschäftigt man sich damit. Das passt recht gut zu den Kelten. Davor scheint niemand daran geglaubt zu haben und das scheint auch das ältest Datum überhaupt zu sein, wo der Begriff Reinkarnation genannt wurde. Mündliche Überlieferung kann man vergessen, da es ja vorher bereit Schriften gab, die das Thema sicher aufgegriffen hätten, wäre es eines gewesen. Deshalb glaube ich, dass es sich um eine relativ junge Theorie handelt.

Menschen trauern, aber das tun manche Tiere auch. Elefanten besuchen beispielsweise auf ihren Wanderungen die Gebeine ihrer verstorbenen Familienmitgliedern. Sie beschäftigen sich auch damit, berühren sie. Das zeigt, dass sie sich mit dem toten Körper verbunden fühlen. Menschen alter Kulturen haben ihre Toten zu Hause aufbewahrt. Auch sie haben sich mit den toten Körpern verbunden gefühlt. Offenbar besteht wenig Unterschied zwischen dem Verhalten der Elefanten und dem dieser Menschen. Obwohl man heute entweder glaubt, die Verstorbenen wären in einer anderen Welt, oder (je nachdem) wären wiedergeboren, pflegt man Gräber, stellt sich davor und spricht mit den Toten. Selbst totale Materialisten beerdigen ihre Verwandtschaft. Da hält etwas in uns nicht Schritt, mit dem was wir wirklich glauben. Wir sind sozusagen in unserem Herzen Elefanten geblieben. Das scheint angeboren zu sein.

Der Glaube der Menschen ist stetig im Wandel begriffen, weil es sich dabei um zaghafte Versuche handelt, die wahre Natur des Lebens  zu verstehen. Wir halten eine Vorstellung fest und entfernen uns gleichzeitig davon. Ich kann es zwar nicht beweisen, aber ich glaube, die Reinkarnationstheorie, oder die Idee der Seelenwanderung, existiert noch nicht allzu lange. Sie ist auch die einzige die sich vielleicht irgendwann beweisen lässt.

Montag, 15. Januar 2018

Islam und Wiedergeburt. Manche Moslems glauben an Reinkarnation.


Auch der Islam ist - ebenso wie das Christentum - kein einheitliches Gebilde. Es gibt verschiedenste Strömungen und Sekten. Auch einzelne Mystiker gab es, sowie mehrere Orden und Sekten, die der Mystik zugeordnet werden können. Einige davon glauben an Wiedergeburt. Oft wurden solche Leute von der großen Mehrheit der Muslime blutig verfolgt.

In der islamischen Mystik (Sufismus oder Tasawwuf) vertreten viele esoterische Orden (Tariqas) eindeutig Positionen, die das Konzept der Wiedergeburt problemlos in ihr spirituelles Weltbild integrieren. Hierbei beziehen sich die Sufi-Meister (oder Derwische) oftmals auf den 26. Vers der 2. Sure (al-Baqara = „die Kuh“) des Koran:
„Wie könnt ihr Gott verleugnen, wo ihr tot wart und Er euch lebendig gemacht hat? Dann lässt Er euch sterben und macht euch wieder lebendig, und dann werdet ihr zu Ihm zurückgebracht.“ (Koran 2:26, Übersetzung von Adel Theodor Khoury).

Die islamischen Theologen der konfessionellen Hauptströmungen widersprechen hingegen dieser Interpretation des Verses und argumentieren, dass es sich im ersten Falle („wo ihr tot wart“) um eine Beschreibung geistiger Leblosigkeit im gegenwärtigen Leben und im zweiten Falle („macht euch wieder lebendig“) um die Wiederauferstehung am Tage des jüngsten Gerichts handelt. Dieser innerislamische Disput hat verblüffende Ähnlichkeiten mit den unterschiedlichen innerchristlichen Lesarten der Auferweckung der Toten (zum Beispiel die Lazarus-Episode im Johannesevangelium 11:1–45). Als weiterer Beleg für eine angenommene islamimmanente Reinkarnationslehre wird von der Seite islamischer Mystiker bisweilen der 27. Vers der 3. Sure (Āl Imrān = „die Sippe Imrans“) des Koran herangezogen:

„Du lässt die Nacht in den Tag übergehen, und Du lässt den Tag in die Nacht übergehen. Du bringst das Lebendige aus dem Toten, und Du bringst das Tote aus dem Lebendigen hervor, und Du bescherst Unterhalt, wem Du willst, ohne (viel) zu rechnen.“ (Koran 3:27, Übersetzung von Adel Theodor Khoury).

Die mystische Interpretation der Sufis zeigt sich darüber hinaus einigermaßen unverschleiert in der (insbesondere persischen) klassischen Literatur der islamischen Welt. So findet sich beispielsweise im Buch Mathnawi des persischen Dichters und Sufi-Meisters Dschalal ad-Din ar-Rumi (1207–1273), genannt Moulana („unser Meister“), auf dessen Lehren der Mevlevi-Derwischorden zurückreicht, folgendes Gedicht:

„Ich starb als Mineral und wurde Pflanze,
Ich starb als Pflanze und wurde Tier,
Ich starb als Tier und wurde Mensch.
Warum soll ich mich fürchten?
Wann wurd ich weniger durch einen Tod?
Noch einmal werd ich sterben als ein Mensch,
Nur um dann aufzusteigen mit der Engel Segen.
Doch auch vom Engelsdasein muss ich weitergehen …“ (Auszug aus dem Mathnawi von Rumi).

http://de.wikipedia.org/wiki/Reinkarnation
 
Die Ähnlichkeiten zur innerchristlichen Auseinandersetzung im Islam ist kein großes Wunder. Viele Islamkritiker gehen heute davon aus, dass der Islam ursprünglich eine christliche Sekte war, die erst spät syrisch/arabische Elemente aufgenommen hat. Anhand der Texte auf Münzen und im Felsendom lässt sich ganz gut vergleichen was anfangs christlich war und später als islamisch interpretiert wurde.
"Neuerdings wird aber darauf hingewiesen, dass diese Worte auch anders verstanden werden könnten. Das arabische Wort „mohammad“ könne auch mit „erwählt sei“, „zu loben sei“ oder „gepriesen sei“ zu übersetzen sein. Der Satz laute also: „erwählt sei“ oder „gepriesen sei der Gesandte Gottes“. Diese Worte bezögen sich nicht auf den arabischen Propheten Mohammed als historische Person, sondern auf den zu dieser Zeit in Syrien und in Persien verehrten Messias Jesus Christus. Der Islam hätte sich demnach in einem geschichtlichen Prozess von zwei Jahrhunderten von einer Glaubensrichtung innerhalb des syrisch-arabischen Christentums zu einer eigenständigen islamischen Religion entwickelt.
Angesichts des Meinungsstreits über die Auslegung der Münzlegenden ist es erforderlich, die Inschrift in dem unter Abd al- Malik errichteten Felsendom von Jerusalem zur Interpretation heranzuziehen. Denn sie gibt dessen theologische Konzeption umfassender wider. Sie lautet –ohne den strittigen Halbsatz – auszugsweise wie folgt: Im Namen des gnädigen und barmherzigen Gottes / Es gibt keinen Gott außer Gott allein, er hat keinen Teilhaber, … Ihr Angehörige der Schrift sagt aus über Gott nur das Rechte / Denn Jesus Christus, Sohn der Maria, ist der Gesandte Gottes und sein Wort (Logos), das er Maria eingegeben hat, und der Geist von ihm / so glaubt an Gott und seine Gesandten und sagt nicht „drei“ / hört damit auf, es wäre besser für euch / Denn Gott ist ein einziger..."
http://www.die-bank.de/news/islam-muenzen-als-zeitzeugen-2952/

Es ging also damals vor allem um den Streit, ob Gott ein "dreifaltiger" Gott ist, oder nur ein einziger. Man stritt sich auch darum, ob Jesus rein göttlich, oder göttlich und menschlich sei. Das nestorianische Christentum war in Persien und bis weit in die Mongolei hin verbreitet. Der Arianismus verbreitete sich durch die Vandalen in Nordafrika. Viele Araber waren arianische Christen. Im arabischen Islam setzte sich diese Richtung des Christentums durch.

Die Umbennung, oder sogar neu Erschaffung von Personen in religiösen Texten, hat eine alte Tradition. Was man nicht mehr verstanden hat, wurde einfach neu interpretiert. Worte wurden falsch übersetzt und wurden manchmal sogar zu Namen. Nachträglich legte man dann über die neue und daher unbekannte Person, eine neue Mythe.

Teilweise lassen sich vielleicht im Koran auch gnostische Elemente erkennen, welche sowohl im Christentum, als auch im Islam eher verdängt wurden. Nämlich die Lehre von der Wiedergeburt, die sich nicht so ganz eleminieren ließ. Verdrängt wohl deshalb, weil sie rein logisch, schlecht in den Glauben der körperlichen Auferstehung passt. Diskutiert wurde sie im Christentum immer wieder, durchsetzen konnte sie sich nicht. Während das Christentum eher einheitlicher wurde, bestand der Islam weiterhin aus verschiedensten Sekten, die ihre jeweils eigenen Interpretationen hatten. Das ließ mehr Spielraum für Spekulationen bezüglich des Glaubens an Wiedergeburt offen.

Warum konnte er sich nicht durchsetzen? Weil den Menschen suggeriert wurde und wird (ebenso wie im Christentum), dass die Menschen nach dem Tod gerichtet werden und danach entweder ins Paradies=Himmel, oder in die Hölle kommen. Es ist schon schwierig das mit dem absterbenden Körper zu vereinen, der angeblich irgendwann auferstehen wird. Deshalb muss er auch unversehrt sein, wenn man ihn begräbt. Dieses Element stammt aus dem Judentum und das hat es aus dem alten Ägypten übernommen. Während die Ägypter konsequent aus diesem Grund den Körper haltbar machten, verzichteten Juden, Christen und Moslems darauf. Aber wozu hebt man dann den Körper auf? Warum soll er auferstehen, wenn die Seele ja doch schon in einer jenseitigen Welt lebt? Da kann man sich dann nicht auch noch mit der Frage plagen, ob jemand wiedergeboren werden könnte. Weil: was fängt man dann mit den vielen toten Körpern an?






Mittwoch, 10. Januar 2018

Ralf Dahmen - ein Rückführungstherapeut

Auf seiner Webseite http://seelen-wanderung.de/ stellt er eine Rückführung vor. Auch er behauptet keine Hypnose vorzunehmen, aber da bin ich eher skeptisch. Er zeigt auch ein Video, einen Zusammenschnitt einer TV Sendung aus dem Jahre 2008. http://seelen-wanderung.de/index.php/r%C3%BCckf%C3%BChrungen/video-einer-rueckfuehrung.html
 Leider hört man nicht wie er beginnt und deshalb kann ich auch nicht genau sagen was ich davon halte.

Auf http://seelen-wanderung.de/index.php/wie-findet-eine-r%C3%BCckf%C3%BChrung-in-fr%C3%BChere-leben-statt.html schreibt er über seine "Methode" der Rückführung. Er nennt es nicht Hypnose, sondern Trance, weil Hypnose eine Technik ist, der Zustand aber eine Trance. Wieder etwas gelernt und damit mag er auch Recht haben. Alle Rückführungen finden meiner Meinung nach in Trance statt, aber ausgelöst durch Hypnose. Er macht jedoch einen Unterschied, während ich den Unterschied nur zwischen der Tiefe der Trance mache. Da kann man sich darüber streiten, was nun eine Hypnose ist und was das Führen in einen Trancezustand. Dahmen erklärt, er würde eine eigene Technik anwenden: "Ich wende dieses hypnotische Verfahren grundsätzlich nicht an, sondern arbeite mit dem von mir entwickelten freien Verfahren. Hier führen Sie sich unter Anleitung quasi selbst in einen Trancezustand, allerdings ohne derartige hoch manipulative und sugesstive Befehle. Das hat den großen Vorteil, dass Sie das Zepter auch selbst in der Hand halten. Sie liegen in diesem Trancezustand mit geschlossenen Augen auf einer Liege, sind jedoch jederzeit aus eigenem Willen heraus voll dialogfähig und bekommen alles mit, was um Sie herum passiert."

Das kann man auch dann, wenn es sich um ein hypnotisches Verfahren handelt. Hypnose bedeutet nicht unbedingt, dass man willenlos gemacht wird, sondern bloß, dass man willenlos gemacht werden könnte. Aber niemals ohne eigene Zustimmung. Man lässt sich freiwillig in diesen Zustand fallen.

Den Behauptungen des Herrn Dahmen und den der anderen Rückführungstherapeuten, stelle ich folgende Behauptung des Hypnosetherapeuten Dr. Alexander Knoll entgegen: "Die heutige Hypnosepsychotherapie verbindet die Effektivität der Tiefenpsychologie mit hypnotischen Techniken. Die Hypnose selbst, kann als ein völlig natürlicher Zustand tiefer Entspannung bei gleichzeitiger Konzentration bezeichnet werden, der eine Distanz zum Alltagsbewusstsein erlaubt. Dieser Zustand wird auch als Trance bezeichnet. Trancephänomene kennen alle Menschen aus ihrem Alltag, als zB. die Phase kurz vor dem Einschlafen oder wenn man mit den Augen einen Punkt fixierend seine Gedanken schweifen lässt, eine Phase wo mehr in „Bildern“ gedacht und gefühlt wird, und die Aufmerksamkeit auf die inneren Vorgänge gerichtet ist, sowie auch die normale Zeitwahrnehmung verschwimmt. In einer solchen Trance ist der kritische, analysierende und verstehende Faktor des Bewusstseins zurückgestellt.
Der hypnotische Zustand wird von den meisten Menschen beschrieben als „wie in Watte gepackt“ oder „irgendwie hier und auch nicht hier“. Der Zustand hinterlässt ein Gefühl alles in sich zu tragen um Probleme zu lösen, einer inneren Klarheit und auch sich tief ausgeruht zu haben. Im hypnotischen Zustand, einem veränderten Bewusstseinszustand, ist man nicht bewusstlos, das Ziel ist nicht in einen Schlafzustand zu kommen oder „gar nichts mehr mitzubekommen“. Während der Hypnose leitet der Therapeut die Hypnose verbal an, währenddessen spricht der Hypnotisierte nicht sondern erfährt innere Vorgänge, die danach besprochen werden. Daher ist, wie manche befürchten, der Patient/ die Patientin auch nicht dem Hypnosetherapeuten ausgeliefert, sondern es wäre jederzeit möglich die Hypnose zu unterbrechen oder sich zu bewegen." http://hypnose-therapie.at/

Es ist also doch Hypnose, denn anders geht es ja nicht. Man gerät nicht einfach so in eine Trance.

Herr Dahmen hat auch eine Theorie bezüglich der Möglichkeit einer Wiedergeburt, worauf ich hier nicht näher eingehen möchte. Er präsentiert sogar eine Statistik bezüglich der Dauer der Reinkarnationsphasen, was ich für sehr gewagt halte. Im Internet kann man einen Auszug seines Buches "Menschen sterben - Seelen nie: Die Existenz und Unsterblichkeit der Seele
von Ralf Dahmen (epubli)" finden, in welchem er seine Theorien genauer ausführt. 

Leider findet man zwar in dem Buch einige Fälle beschrieben, aber es gibt keine detaillierten Aussagen, welche man überprüfen könnten.

Wiedergeburt - Jenny Cockell sucht nach ihren Kindern, die sie bei ihrem Mann zurück lassen musste, als sie starb

Im Internet findet man viele Berichte über Erinnerungen an frühere Leben. Meistens geht es dabei um Rückführungen in Hypnose. Ein Fall ist anders, aber leider nicht beweisbar. Es handelt sich um eine Frau, die angeblich seit ihrer Kindheit unterbewusste Erinnerungen an ihr früheres Leben in sich trug, die immer stärker und damit auch langsam bewusst wurden. 

http://www.der-familienstammbaum.de/mementomori/reinkarnation-der-fall-jenny-cockell/

Am 24. Oktober 1933 stirbt Mary Sutton, eine 35 Jahre alte Mutter aus Irland, im Rotunda Hospital in Dublin an den Folgen der Geburt ihres achten Kindes.

......

Einundzwanzig Jahre später wird in England als drittes Kind einer ähnlich zerrütteten Familie ein Mädchen namens Jenny geboren.

Schon als sie noch ein  Kind war, zeichnete sie immer wieder eine kleine Stadt, ohne zu wissen warum. Diese Stadt befand sich in Irland. Mehr wusste sie darüber nicht. Immer öfter kamen Erinnerungen hoch, bis sie schließlich mit 35 Jahren nach der Stadt zu suchen begann. Sie fand eine "passende" und machte sich auf den Weg.

Dort angekommen, wirkte alles vertraut auf sie. Sogar das Haus in welchem sie gelebt hatte konnte sie finden. Es war bereits zerfallen. Doch der Besitzer erinnerte sich an die Familie - sie hieß Sutton. Ihre Kinder waren in Heimen aufgewachsen und natürlich waren sie schon alt. Einige waren auch bereits verstorben. Es gelang ihr, die Überlebenden zu finden. Der damals 13 Jahre alte Sohn ließ sich von ihr überzeugen, seine Mutter gewesen zu sein. Sie kannte Szenen aus ihrem gemeinsamen Leben.

Das ist eine grandiose Geschichte, die leider als Beweis für Wiedergeburt nicht taugt, weil man sie nicht überprüfen kann. Der jetzt alte Mann hätte diese Geschichten anderen Leuten erzählt haben können und so hätte sie davon Kenntnis erhalten haben. Skeptiker würden das sofort unterstellen.

Deshalb lasse ich das einmal so im Raum stehen. Ich halte es für möglich, dass die Geschichte wahr ist. Im Gegensatz zu hypnotischen Rückführungen, die Scheinerinnerungen aufgrund von Suggestionen sein können, sind Erinnerungen die spontan auftreten, eher als echt anzusehen. Von der Logik her wirkt es überzeugend. Eine Mutter von acht Kindern, welche unter einem gewalttätigen Mann leiden musste, wird vermutlich in einem extrem aufgewühlten Zustand gestorben sein. Die Sorge was aus aus den Kindern werden wird, kann aufgrund der starken Gefühlsregungen, das Vergessen des alten Lebens verhindert haben. Von den Forschungen Stevensons wissen wir, dass sich vor allem Menschen ohne fremdes Zutun an ihre Vorleben erinnern, die eines gewaltsamen, oder sehr frühen Todes gestorben sind. Also während sie starken Emotionen ausgeliefert waren. Ich denke ob man sich erinnen kann oder nicht, hängt vor allem von dem eigenen Willen ab. Hat man das Gefühl zu früh zu sterben, ist der Wille (in einem anderen Leben) weiter zu leben wohl größer, als wenn man sich einfach so mit dem Sterben abfindet. Dann erinnert man sich auch eher an das Vorleben.

Pheromone - unterbewusst empfangene Signale - das Jakobson'sche Organ entscheidet über männliches, oder weibliches Verhalten - denken alle Wirbeltiere grundsätzlich männlich?

Pheromone sind vom Körper gebildete Stoffe, welche der Kommunikation dienen. Sie wirken direkt auf das Gehirn.



Das Besondere an den Pheromonen ist, dass sie nicht nur über die Nase wahrgenommen werden, sondern dass es extra für sie ein spezielles Sinnenorgan gibt. Das Jakobson'sche Organ (J.O.) ist auf die Erkennung von Pheromonen spezialisiert. Es liegt hinter der Oberlippe (der Tiere) und erkennt beim so genannten "Flehmen" (besonders ausgeprägt bei brünftigen Hirschen) die Pheromone in der Einatemluft. Das Besondere ist wiederum, dass diese Erkennung nicht über die Hirnrinde, also über das Bewusstsein, verarbeitet wird. Vielmehr besteht eine direkte nervliche Verbindung vom J.O. zum Unterbewusstsein in den unteren Hirnregionen im Stammhirn. Ein wahrgenommener Pheromonreiz löst dort direkt und unbewusst Stimmungen und Gefühle aus.
http://www.diehundeschule.at/News-Aktuelles/pheromone-wundermittel.htm

Bei Mäusen beobachteten Forscher, dass Weibchen sich plötzlich wie Männchen verhielten, sobald dieses Organ nicht mehr funktionsfähig war. Neuere Studien belegen aber, dass es auch beim Erwachsenen Verbindungen zwischen Jacobson-Gebilde und Hirn gibt.
https://www.welt.de/wissenschaft/article1083519/Sex-findet-doch-nicht-im-Kopf-statt.html 

Bisher glaubte man, dieses Organ würde sich beim Menschen im Laufe der Entwicklung zum Erwachsenen rückbilden, während Föten es noch besäßen.

Es ist also durchaus möglich, Informationen zu erhalten, die nicht über einen der uns bekannten Sinne laufen. Unser Körper wurde noch nicht genug erforscht um auszuschließen, dass es noch viel mehr "Sinnesorgane" in ihm gibt, als die uns derzeit bekannten.